Staatliche Berufsschule Ostallgäu

Informationen zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit

Informationen zur Berufsausbildung

Ausbildungsberufsbezeichnung
Kaufmann/Kauffrau für Tourismus und Freizeit

Ausbildungsbereich
Industrie und Handel

Struktur des Ausbildungsberufs
Monoberuf

Ausbildungsdauer
3 Jahre
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Was ist neu?
Bei dem Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Tourismus und Freizeit handelt es sich um einen neuen dreijährigen Ausbildungsberuf für die Tourismus- und Freizeitbranche. So können neben dem klassischen touristischen Ausbildungsberuf Reiseverkehrskaufmann/Reiseverkehrskauffrau weitere Segmente der Tourismus- und Freizeitwirtschaft durch eine duale Ausbildung abgedeckt werden. Die Ausbildungsinhalte der Fachrichtung Kuren und Fremdenverkehr wurden aus dem Ausbildungsberuf Reiseverkehrskaufmann/Reiseverkehrskauffrau herausgelöst und in den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Tourismus und Freizeit integriert. Der Reiseverkehrskaufmann/-frau bleibt in veränderter Form bestehen.
Der neue Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Tourismus und Freizeit beinhaltet die wesentlichen Qualifikationen, die in Tourismus- und Freizeiteinrichtungen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Dazu gehören die persönliche Information, Beratung und Betreuung der Gäste, allgemeine Verwaltungstätigkeiten, Veranstaltungsorganisation, Marketing und Vertrieb sowie Personal- und Rechnungswesen. Ein Schwerpunkt der neuen Ausbildung ist die Erstellung und Vermarktung touristischer und freizeitwirtschaftlicher Produkte vor Ort – direkt am Kunden.
Um den zum Teil heterogenen Unternehmen der Tourismus- und Freizeitbranche gerecht zu werden und die spezifischen Anforderungen zu berücksichtigen, wurden in der Ausbildungsordnung Differenzierungs- und Wahlmöglichkeiten geschaffen. Im dritten Jahr der Ausbildung kann im Umfang von etwa drei Monaten in den Wahlqualifikationseinheiten „Gewährleistung der Funktionsfähigkeit von Tourismus- und Freizeiteinrichtungen“ oder „Gestaltung der Destination“ ausgebildet werden.

Geplantes Inkrafttreten
1. August 2005

Ausbildungsprofil, Stand: August 2004

1. Berufsbezeichnung
Kaufmann/Kauffrau für Tourismus und Freizeit

2. Ausbildungsdauer
3 Jahre
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

3. Arbeitsgebiet
Kaufleute für Tourismus und Freizeit sind in Unternehmen der Tourismus- und Freizeitbranche tätig. Sie erstellen und vermarkten vor Ort touristische und freizeitwirtschaftliche Produkte und erbringen Dienstleistungen. Damit tragen sie zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades, der Verbesserung des Images und der Steigerung des Besucheraufkommens einer Destination oder Region bei.
Zu den Unternehmen zählen insbesondere regionale und nationale Tourismusorganisationen, lokale und regionale Tourismusstellen unterschiedlicher Rechtsform, touristische Branchenverbände, Freizeitbäder, Freizeit- und Ferienparks, Campingplätze, Marinas, Incoming-Unternehmen, touristisch orientierte Verkehrsunternehmen sowie weitere Einrichtungen und Unternehmen zur Vermarktung touristischer Attraktionen; ferner können sie in Unternehmen und Organisationen des Gesundheits- und Wellnesstourismus tätig sein.

4. Berufliche Qualifikationen
Kaufleute für Tourismus und Freizeit

  • entwickeln, vermitteln und verkaufen touristische Produkte und Dienstleistungen
  • koordinieren regionale und lokale touristische Angebote nach Kundenwünschen
  • informieren zielgruppenspezifisch über touristische Leistungen und Attraktionen, auch in einer Fremdsprache
  • beraten und betreuen Kunden, bieten Serviceleistungen an
  • inszenieren Aktionen und führen Veranstaltungen durch
  • wirken bei der Entwicklung von Marketingmaßnahmen mit und setzen diese um
  • arbeiten mit lokalen und regionalen Partnern zusammen
  • wirken bei der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle mit
  • gewährleisten Servicequalität und beachten Umweltstandards
  • wenden Informations- und Kommunikationssysteme an
  • wirken bei der Sicherstellung der Funktionsfähigkeit von technischen Anlagen und Einrichtungen mit

Inhalte der Berufsausbildung

Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:

(1) Der Ausbildungsbetrieb:

  •  1 Der Ausbildungsbetrieb

    • 1.1 Stellung, Rechtsform und Struktur des Ausbildungsbetriebs
    • 1.1 Berufsbildung, Arbeits- und sozialrechtliche Grundlagen, Personalwirtschaft
    • 1.3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
    • 1.4 Umweltschutz

  • 2 Arbeitsorganisation, Informations- und Kommunikationssysteme:

    • 2.1 Arbeitsorganisation
    • 2.2 Methoden des Projektmanagements
    • 2.3 Informations- und Kommunikationssysteme
    • 2.4 Datenschutz und Datensicherheit

  • 3 Kommunikation und Kooperation:

    • 3.1 Kundenorientierte Kommunikation, Kundenbetreuung
    • 3.2 Teamarbeit und Kooperation
    • 3.3 Präsentation
    • 3.4 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben

  • 4 Betriebliche Organisation:

    • 4.1 Betriebliche Ablauforganisation
    • 4.2 Beschaffung und Materialwirtschaft

  • 5 Leistungsangebot:

    • 5.1 Destination und Region
    • 5.2 Leistungserstellung
    • 5.3 Gewährleistung von Servicequalität

  • 6 Veranstaltungen:

    • 6.1 Veranstaltungskonzeption
    • 6.2 Veranstaltungsorganisation

  • 7 Marketing:

    • 7.1 Marktanalyse und -beobachtung
    • 7.2 Werbung und Verkaufsförderung
    • 7.3 Öffentlichkeitsarbeit
    • 7.4 Vertrieb

  • 8 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle:

    • 8.1 Betriebliches Rechnungswesen
    • 8.2 Kosten- und Leistungsrechnung
    • 8.3 Controlling

  • 9 eine im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikationseinheit aus der Auswahlliste gemäß Absatz 2.

(2) Die Auswahlliste gemäß Absatz 1 Nr. 9 umfasst folgende zwei Wahlqualifikationseinheiten:

  • 1 Gewährleistung der Funktionsfähigkeit von Tourismus- und Freizeiteinrichtungen:

    • 1.1 Betriebssicherheit
    • 1.2 Technischer Betriebsablauf
    • 1.3 Pflege und Wartung;

  • 2 Gestaltung der Destination:

    • 2.1 Destinationsprofil
    • 2.2 Kooperation in der Destination
    • 2.3 Destinationsvermarktung

Ihr Ansprechpartner/Ihre Ansprechpartnerin im BIBB

Organisationen, die an der Neuordnung beteiligt waren

Arbeitgeber
Deutscher Industrie- und Handelskammertag
Breite Straße 29
10178 Berlin
Kuratorium der deutschen Wirtschaft für Berufsbildung
Baunscheidtstr. 2
53113 Bonn

Arbeitnehmer
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di
Bereich Berufsbildungspolitik
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Bund
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Referat VIII B 7
Villemombler Str.76
53123 Bonn
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Heinemannstr. 2
53175 Bonn
Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung
Baunscheidtstr. 2
53113 Bonn

Länder
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland
Lennéstr. 6
53119 Bonn

Hinweise (u. a. Verbindung zu anderen Berufen)

siehe Reiseverkehrskaufmann / Reiseverkehrskauffrau

Infos / Grafiken / Veröffentlichungen

z. Zt. keine vorhanden

Rahmenlehrplan