Staatliche Berufsschule Ostallgäu

Wissenswertes

Zielgruppen

Mit Beginn des Schuljahres 2008/09 erhalten besonders leistungsfähige und leistungswillige Auszubildende aller Ausbildungsberufe ein neues Angebot, mit dem sie sich bereits während ihrer dualen Berufsausbildung schulisch höher qualifizieren können: Parallel zum Berufsabschluss kann die Hochschulreife (früher Fachhochschulreife) erworben werden. Der Besuch der Berufsoberschule (BOS) erübrigt sich damit, was zu einem deutlichen Zeitgewinn für die Jugendlichen führt.

Eingangsvoraussetzungen

Die Doppelqualifizierung „Berufsschule Plus“ steht Jugendlichen unabhängig von ihrem jeweiligen Ausbildungsberuf offen, die

  • eine mindestens 2-jährige betriebliche Ausbildung absolvieren (Berufsschule/Berufsfachschule)
  • einen Mittleren Schulabschluss mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,5 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik vorweisen können oder
  • die Erlaubnis zum Vorrücken in die 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums
    (Oberstufenreife) nachweisen können.

Bewerbungsverfahren

Die Aufnahme eines Schülers ist zu Beginn der Ausbildung im ersten oder im zweiten Ausbildungsjahr möglich (nur bei einer mehr als zwei Jahre dauerenden Berufsausbildung). Sollten sich mehr Schülerinnen und Schüler an diesem Angebot beteiligen wollen, als Plätze vorhanden sind, kann die betroffene Schule eine Auswahl nach Eignung und Leistung vornehmen.

Interessierte Jugendliche bewerben sich mit folgenden Unterlagen:

  • Anmeldeformular
  • kurzes Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf
  • Zeugnis (Mittlerer Schulabschluss oder Oberstufenreife)
  • Ausbildungsvertrag
  • Kenntnisnahme-Bestätigung des Ausbildungsbetriebes

An den Schulen erfolgt dann die Auswahl der Bewerber, die bis zum Ende der zweiten Schulwoche über die Teilnahme an „Berufsschule plus“ und den genauen Unterrichtsbeginn informiert werden.

Organisation des Unterrichts

Die Auszubildenden besuchen im Projekt „Berufsschule plus“ drei Jahre außerhalb des regulären Berufsschulunterrichts und außerhalb der beruflichen Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb den Unterricht.

Dieser Unterricht findet entweder im Anschluss an den regulären Berufsschulunterricht, am Abend oder am Samstag statt. Auch Auszubildende anderer Berufsschulen können am Projekt „Berufsschule plus“ teilnehmen.

Die Zustimmung der Ausbildungsbetriebe ist nicht ausdrücklich erforderlich, da der Zusatzunterricht außerhalb der betrieblichen Ausbildungszeit erfolgt. Wegen der starken zusätzlichen Belastung verlangen die Schulen aber eine Bestätigung darüber, dass der Betrieb über die Bewerbung zu „Berufsschule plus“ in Kenntnis gesetzt wurde und die Doppelqualifizierung mit trägt.

Inhalt des Unterrichts

Der Unterricht umfasst laut Stundentafel die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik und ein naturwissenschaftliches sowie ein gesellschaftswissenschaftliches Unterrichtsfach.

1. Schuljahr 2. Schuljahr 3. Schuljahr Wochenstunden insgesamt Jahresstunden
Deutsch 2 1 2 5 200
Englisch 1 2 2 5 200
Mathematik 2 2 2 6 240
Naturwiss. Unterricht - 1 1 2 80
Gesellschaftswiss. Unterricht 1 - - 1 40
insgesamt 6 6 7 19 760

Prüfung

Nach drei Unterrichtsjahren erfolgt eine Ergänzungsprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Mit dem Bestehen dieser Prüfung und dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung erwerben die Schüler eine bundesweit anerkannte Hochschulzugangsberechtigung in allen Fachrichtungen (allgemeine Fachhochschulreife).