Staatliche Berufsschule Ostallgäu

Mauersanierung in Irsee

Die Klasse BT12 (Jahrgangsstufe 12, Abteilung Bautechnik) sanierte im Rahmen des fachpraktischen Unterrichts eine alte Mauer im Klosterviertel in Irsee.

Laut Lehrplan lautet die Zielformulierung: „Die Schüler und Schülerinnen planen die Instandsetzung bzw. Sanierung einer Außenwand. Sie erkennen mögliche Schadensursachen und erarbeiten Maßnahmen zur Schadensbegrenzung und Sicherung. Sie beachten bauphysikalische Anforderungen und Vorgaben und wählen entsprechende Baustoffe aus. Sie entwickeln Verständnis für den sorgsamen Umgang mit erhaltenswerter Bausubstanz. Sie informieren sich über Baustile und deren konstruktive Besonderheiten.“

irsee2Diese Vorgaben konnten in Irsee ideal umgesetzt werden. Die Mauer der ehemaligen Schule in Irsee dient heute als Stützmauer. Dass früher keine Horizontalsperre eingebaut wurde, erkannten die Maurerlehrlinge hier sehr schnell an den Ausblühungen und Schäden an dem durchfeuchteten Mauerwerk. Eine nachträgliche Horizontalsperre wäre zwar eine sichere Lösung, aber aus Kostengründen wurde eine andere gewählt: Unter Anleitung von Siegfried Maier (85) aus Buchloe wurde ein von ihm entwickelter Sanierputz von den Lehrlingen aufgebracht. Auf «einfache, aber effiziente Weise» könne man damit feuchte und salzbelastete Mauerwerke aller Art kostensparend und nachhaltig sanieren, erklärte Maier. Wochen später, nachdem der Putz gut getrocknet war, wurde die Mauer noch mit einer atmungsaktiven Farbe gestrichen. Die Schüler erkannten, dass mit dieser Methode viele Denkmäler mit einfachen Mitteln gerettet werden können.

Vom Irseer Bürgermeister Andreas Lieb gab es nicht nur Lob, sondern auch eine verdiente Brotzeit.

Klaus Michelfelder