Staatliche Berufsschule Ostallgäu

Berlin - Tag und Nacht

Da sich die Bankazubis des 2. Lehrjahres scheinbar während ihrer Berufsschultage von ihren besten Seiten gezeigt haben, wurden sie von Herrn Traut mit einer dreitägigen Studienfahrt nach Berlin belohnt. Und so ging es am 21.05. um 24:00 Uhr von  Marktoberdorf aus in die Bundeshauptstadt. Nach einer fast einwandfreien Anreise (so manch einer verwechselte doch glatt den Stauraum mit einem Bett) ging es nach einem kurzen Frühstück à la Hostel „Sun-flower“ weiter in Richtung Bernauer Straße.

Von dort aus ging es zu Fuß (und bei gefühlten 50 Grad Außentemperatur) entlang des ehemaligen Mauerverlaufs an Überresten des Grenzstreifens vorbei in Richtung Checkpoint-Charlie. Diese Stadtführung „Berliner Mauer“ war ein besonderes Erlebnis, da viele denkwürdige Geschichtsschauplätze so hautnah wahrgenommen wurden.

Der zweite Tag startete, für so manchen wundersamerweise mit noch ein wenig getrübten Augen, mit dem Besuch des Finanzministeriums. Dort erhielten wir in Form mehrerer kurzer Vorträge Informationen zum Aufbau des Ministeriums und zur Geschichte des Hauses. Anschließend ging es weiter zum Alexanderplatz. Von dort aus machte sich eine gegen jede Widerstände (Hitze, Blasen an den Füßen, Durst) scheinbar immune Gruppe auf, mit einem recht motivierten Referendar Schritt zu halten. Vorbei

am Roten Rathaus, an mehreren geschichtsträchtigen Museen, zwischenzeitlich auch kurz vom Weg ab, ging es entlang der Prachtstraße „Unter den Linden“ in Richtung Brandenburger Tor. Und was ist wohl der klitzekleine Unterschied zwischen einer Costa-Ricanischen Präsidentin und Allgäuer Bankkaufleuten? Tja, solch politische Persönlichkeiten legen schon einmal das gesamte Geschehen rund um das Brandenburger Tor still, wohingegen sich kleine Azubis sehr unauffällig verhalten ;-).

Gegen 18:00 Uhr ging es dann zum Reichstag. Dort wurde die Allgäuer Gruppe zunächst vom Bundestagsabgeordneten Stefan

Stracke begrüßt, und neben allgemeinen Informationen zu seinem Alltag in Berlin gab er auch seine Ansichten zu aktuellen Streitthemen in seiner Heimat wieder. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit Blick auf die Spree und das gesamte Regierungsviertel ging es gleich weiter, direkt in den Plenarsaal. Da in den Abendstunden keine Sitzung mehr abgehalten wurde, konnte der Gruppenführer ausführlich auf die Begebenheiten und die Geschichte des Saals eingehen, im Hinblick auf das Datum der Führung, der 23. Mai, ein besonderes Ereignis. Danach ging es weiter auf die Kuppel des Bundestags, und so konnte Berlin bei Nacht in seiner ganzen Fülle bestaunt werden.

Nach einer zum Teil ausgiebigeren Abendgestaltung hieß es dann am dritten Tag, bereits pünktlich um 9:30 Uhr, Abfahrt in Richtung Heimat. Alles in allem eine wirklich ereignisreiche, unterhaltsame und leider viel zu schnell vergangene Studienfahrt.

Vielen Dank, Herr Traut!

Johanna Zwick, Bak12a