Staatliche Berufsschule Ostallgäu

Alle Jahre wieder … der Genfer Autosalon

Warum gerade Genf? Die größte Automobilschau der Welt, die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA), wäre doch in Frankfurt am Main! Die Gründe sind wohlüberlegt. Um möglichst vielen Automobil- und Kfz-Klassen einen Besuch einer Automobilmesse ermöglichen zu können, bietet der jährlich stattfindende Genfer Autosalon deutliche Vorteile gegenüber dem zweijährigen Rhythmus der Frankfurter Autoschau. Auch der Zeitpunkt des Autosalons in Genf (im März) eignet sich für eine Klassenfahrt deutlich besser als der der IAA (gleich zu Schuljahresbeginn im September). Zudem spricht die hohe Zahl der Aussteller auf einem gut überschaubaren Areal im Gegensatz zum weitläufigen Gelände der IAA für Genf. Also brachen auch 2014 die kaufmännischen Automobilklassen (AUK 11a/b) sowie die Kraftfahrzeugmechatroniker (KFZ 12b) mit ihren Lehrkräften (Hr. Graf, Hr. Hotter, Hr. Huber) auf, um vom 9. bis 11. März 2014 auf dem 84. Genfer Autosalon „neue Welten zu entdecken, neue Lebensformen und fremde Zivilisationen kennen zu lernen" – jedenfalls aus Automobilliebhabersicht.

Als Unterkunft konnten wir wieder die sehr ansprechende und für die Schweiz preiswerte Jugendherberge in Lausanne gewinnen, wobei der Transfer nach Genf von knapp einer Stunde kaum ins Gewicht fiel. Zu jeder Zeit war auf eine sichere, pünktliche und fröhliche Fahrt mit Rothermel Reisen und seinem zuverlässigen Busfahrer Verlass. Wenn auch die „U.S.S. Enterprise" nicht zu den Exponaten zählte, gab es doch im Genfer „Automobil- Universum" allerlei Neues und Fremdes zu bestaunen. Zu beeindrucken wussten die allgegenwärtigen Supersportler und Nobelkarossen aus Häusern wie Porsche, Alpina, Abt, Ferrari, Lamborghini, Maserati, Aston Martin, McLaren, Rolls Royce, Bugatti, Zenvo, Koenigsegg, ebenso wie die aktuellen Modelle von VW, Audi, BMW, Mercedes & Co. Wer genauer hinschaute, konnte aber auch alternative Konzepte wie die Elektromobilität (z. B. i3, i8 von BMW, e-Up von VW, Tesla) bzw. diverse Konzeptstudien zur Hybrid- und Brennstoffzellen-Technologie beispielsweise von Hyundai (Intrada), Honda oder Toyota ausmachen. Bemerkenswert ist, dass im Januar 2013 „Hyundai als weltweit erster Autohersteller die Serienproduktion eines wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenfahrzeugs gestartet hat. Der Hyundai ix35 Fuel Cell wird von einem 100 kW (136 PS) starken Elektromotor angetrieben und emittiert ausschließlich Wasserdampf. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und einer Reichweite von knapp 600 Kilometern pro Tankfüllung erweist sich das Fahrzeug dabei als äußerst alltagstauglich" (www.hyundai-presselounge.de). Daneben hat Toyota aktuell ein Brennstoffzellen-Serienmodell angekündigt und auch bei Mercedes ist z. B. die Fuel Cell B-Klasse schon viele Jahre erfolgreich im Testbetrieb unterwegs.

Abgerundet wurde diese schöne Fahrt voller Eindrücke und Inspirationen mit einem Besuch des Palasts der Nationen bei der UNO in Genf. So bleibt der herzliche Dank an alle, die zum Gelingen dieser erlebnisreichen Reise beigetragen haben.

Benno Huber